„(Es gibt keine) Schule ohne Rassismus“ – Rassismuskritische und diversitätssensible Auseinandersetzung mit dem schulischen Alltag“ - so lautet das Thema der Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer am 19.03. Alle Eltern/ Erziehungsberechtigten sind herzlich dazu eingeladen.
Anmeldung für die Workshops bitte bis zum 5.03.2026
https://forms.office.com/r/6JD9XzERF1?origin=lprLink
Hier ist das Programm:
8.00 Uhr (Mensa):
Ankommen, Stehkaffee
8.20 Uhr:
Begrüßung, Einführung, Ablauf (Vorbereitungsgruppe)
8.30 bis 10.00 Uhr:
Keynote mit anschließender Diskussion:
Prof. Karim Fereidooni: Rassismuskritik in Schule und Gesellschaft
10.15 bis 12 Uhr:
Workshop-Runde 1
12.00 - 13.00 Uhr:
Mittagspause mit warmen Mittagessen
13.15 - 15 Uhr:
Workshop-Runde 2
15.15 Uhr:
Gemeinsamer Abschluss
Diese Workshops bieten wir an:
Anmeldung für die Workshops bitte bis zum 5.03.2026
https://forms.office.com/r/6JD9XzERF1?origin=lprLink
Nr. 1: Rassismuskritische Schulbucharbeit
(Prof. Karim Fereidooni, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl Didaktik für Sozialwissenschaften)
Prof. Dr. Karim Fereidooni trägt in seinem Vortrag wichtige Studienbefunde zum Thema „Rassismus und Schulbücher“ vor. Danach beginnt eine Workshopphase mit den Teilnehmer:innen.
Nr. 2:Antisemitismus begegnen
Einblicke ins Schulprojekt des Vereins DENK DRAN e.V.
(Dr. Maren Großböhmer (Leiterin Schulprojekt / Vorstandsmitglied DENK DRAN e.V.))
Der Verein DENK DRAN steht in Gladbeck vor allem für Gedenkstättenfahrten, aber seit zwei Jahren kommt er mit einem Antisemitismuspräventions-Projekt auch in weiterführende Schulen - unter anderem auch an die IDG.
Ziel des Projektes ist es zum einen, eigene Erfahrungen zu reflektieren und Empathie für strukturell ähnliche Erfahrungen anderer zu entwickeln. Zum anderen werden diese persönlichen Erfahrungen immer wieder rückgekoppelt an die Frage, wie Diskriminierung eigentlich funktioniert, was möglicherweise das Besondere am Antisemitismus ist und was ihn zum Beispiel mit antimuslimischem Rassismus verbindet aber auch davon unterscheidet. Der Workshop gibt einen Einblick in die Arbeit mit den Schüler:innengruppen im Projekt, fasst die Erkenntnisse daraus zusammen und leitet erste Vorschläge für die pädagogische Praxis ab. Die Teilnehmer:innen lernen die Arbeit des Vereins kennen und werden gleichzeitig die Möglichkeit bekommen, zentrale Materialien des Projektes selbst auszuprobieren.
Nr. 3: Radikalisierung in Schule begegnen - Gesprächstechniken im Rollenspiel üben
(Miriam Ströhmer, Systemberaterin Extremismusprävention und Demokratieförderung, Özkan Genç, Diplom-Schulpyschologe, Regionale Schulberatungsstelle des Kreises Recklinghausen )
Das Ziel dieses Workshops ist es, den Lehrkräften eine Handlungssicherheit in Gesprächen mit SuS zu geben, die sich möglicherweise in einem Radikalisierungsprozess befinden. Durch Rollenspiele üben sie, sich auf entsprechende Situationen vorzubereiten. Dabei bekommen sie Hilfestellung, die dabei unterstützt, mit den SuS im Gespräch zu bleiben.
Nr. 4: „Religion in Social Media: Liebe & Hetze"
(Lic. theol. Thomas Halagan, katholischer Theologe, Seelsorger, Religionslehrer & Podcaster)
Social Media ist ein Lebensraum von Menschen verschiedenen Alters. Insbesondere junge Menschen nutzen diesen Raum, um sich zu informieren und dabei eigene Positionen zu entwickeln. Die algorithmisch beeinflusste Positionalität kann dabei schnell fundamentalistisch und chauvinistisch geprägt sein. Doch es gibt auch Liebe & Hoffnung im Netz. Der Workshop soll sensibilisieren für das vorhandene Angebot religiöser Narrative in Social Media (mit einem Schwerpunkt auf Instagram) und möchte Lust machen, den Lebensraum aus religiöser Perspektive zu erkunden. PS: Bitte habt Smartphones/Tablets dabei und installiert Euch möglichst Instagram, sofern Ihr es nicht habt! Wenn Ihr das partout nicht möchtet, ist die Mitarbeit aber auch möglich.
Nr. 5: „In der Schule wird Deutsch gesprochen!“ -Mehrsprachigkeit und Macht(verhältnisse) in der Schule
(Ali Dönmez, Logopäde und Lehrer für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ), Wien)
Der Workshop thematisiert Mehrsprachigkeit aus einer rassismuskritischen Perspektive. Er zeigt die Bedeutung von Sprache(n) und Mehrsprachigkeit auf und setzt sich anschließend mit Sprachverboten und Sprachgeboten sowie mit Rassismuserfahrungen von Schüler:innen auseinander.
Nr. 6: Islamismus als gesamtgesellschaftliche Herausforderung
Extremismus bedroht unsere Demokratie, unsere Grundrechte und unsere Freiheit als pluralistische und offene Gesellschaft. Laut Verfassungsschutzbehörden geht vor allem vom Rechtsextremismus sowie vom Islamismus eine große Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus. Das Anschlagsrisiko, ausgehend vom islamistischen Extremismus, ist demnach weiterhin hoch. In dem Workshop für Eltern und Lehrkräfte geht es um eine Vermittlung theoretischer Grundlagen zum Islamismus und zu islamistischer Radikalisierung, um die Vorstellung der Präventionsarbeit und den Austausch zu konkreten Problemlagen. Hierbei sind die Perspektiven (Eltern/Lehrkräfte) ausschlaggebend für die Ergebnisse des Workshops.
Wegweiser – Stark ohne islamistischen Extremismus ist ein Präventionsprogramm des Innenministeriums NRW, angegliedert an regionale Träger. Wegweiser Vest (RE/init e.V.) unterstützt Ratsuchende bei Fragen oder Sorgen bzgl. islamistischer Radikalisierung und bietet Informationsveranstaltungen und Workshops zu den Themenfeldern islamistischer Extremismus, antimuslimischer Rassismus und zur Vielfalt im Islam an. „Wir helfen beim Ausstieg vor dem Einstieg in den Islamismus!“
Nr. 7:Queer im Kontext Schule
(SCHLAU Education, Köln)
Kinder und Jugendliche, die lesbisch, schwul, bisexuell, trans* oder intergeschlechtlich sind oder auch nur dafür gehalten werden, erfahren in der Schule zu oft Ausgrenzung und Gewalt. Dabei hat Schule den Auftrag, Kinder und Jugendliche zu schützen und auf gesellschaftliche Vielfalt vorzubereiten. In der Fortbildung werden queere Begriffe geklärt, anhand von Studienergebnissen auf die Lebensrealität von jungen Queers eingegangen, die rechtliche Situation dargelegt und Best-Practice-Beispiele für eine verantwortungsvolle Sichtbarkeit von LSBTIAQ* geteilt. Zum Ende wird es Raum für Fragen gegeben und Hinweise zu weiterfühenden Publikationen geben.
Die Fortbildung wird von SCHLAU education angeboten. SCHLAU education bietet Schulungen, Fortbildungen, Workshops und Beratungen zu sexueller, romantischer und geschlechtlicher Vielfalt im Bereich der Erwachsenenbildung an. Alle Veranstaltungen werden von professionellen und erfahrenen Referent*innen durchgeführt (https://education.schlau.nrw/).
Nr. 8:Reflexion von Vorurteilen & Diskriminierung
(Aylin Kortel, Trainerin der politischen Bildung, Frankfurt)
In dem Workshop werde ich den Teilnehmenden anhand einer interaktiven Methode und eines Inputs einen Einstieg in die Thematik Diskriminierung ermöglichen. Wie wird meine Wahrnehmung durch unbewusste Vorannahmen geprägt? Wie funktionieren Vorurteile und Zuschreibungsprozesse und was haben sie mit Diskriminierung zu tun? Wie kann ich Diskriminierung erkennen und benennen? Und was braucht es, um ein diskriminierungssensibles Miteinander zu gestalten?
Anmeldung für die Workshops bitte bis zum 5.03.2026
https://forms.office.com/r/6JD9XzERF1?origin=lprLink
