SV-Projekttag zum Thema "Rassimus in der Alltagssprache"


Die Schülervertretung (SV) an der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule initiierte das Projekt „Rassismus in der Alltagssprache – Umgang mit Ausgrenzung und Diskriminierung durch Sprache“, um an der Schule ein Klima zu schaffen, das sich gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt und Mobbing wendet. Dieses Projekt wurde von der SV komplett eigenständig geplant und durchgeführt.
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    Der Film "Der Schwarzfahrer" regte zum Nachdenken an.
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    Die Schülerinnen und Schüler mussten eine Linie bilden.

Oberstufenschüler besuchten die Klassen des Jahrgangs 5 und 6 und sensibilisierten die jüngeren Schülerinnen und Schüler für das Thema „Ausgrenzung und Diskriminierung durch Sprache“. Der Ablauf des Projekttages sah vor, die Lerngruppen über das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufzuklären und sich anschließend praktisch mit der Thematik auseinanderzusetzen. Dies geschah mittels gruppendynamischer Übungen, einer Film-Analyse und reflexiven Phasen, in denen die Schülerinnen und Schüler über ihre eigenen Erfahrungen berichten konnten.

In der Einstiegsphase stellten sich die SuS auf einer Linie auf, dabei mussten sie zum Beispiel ihre Hausnummer oder den Anfangsbuchstaben ihres Vornamens berücksichtigen. Die Moderatorinnen beobachteten die Vorgehensweise sehr genau und konfrontierten die SuS mit ihrem Verhalten. „Was hättet ihr besser machen können?“, fragte Moderatorin Helin in die Runde. Aus der gemeinsamen Übung entwickelte sich ein Gespräch über Ausgrenzung und Diskriminierung in der Schule und im Alltag. Beleidigungen sind für die SuS sehr präsent. Äußerungen wie fette Kuh, Zahnstocher, Dumbo oder Schimpfworte in anderen Sprachen wurden von den SuS benannt.

Der Film „Der Schwarzfahrer“ brachte die SuS zum Nachdenken. Eine alte Frau beleidigte einen jungen Mann mit schwarzer Hautfarbe in rassistischer Art und Weise in der S-Bahn. Die anwesenden Mitfahrer griffen jedoch nicht ein. Wie hätten sich die Beteiligten verhalten können? In einer Vierecken-Abstimmung diskutierten die SuS über verschiedene Situationen der Ausgrenzung. Bei der Methode „So gesagt“ erhielt die Lerngruppe Zettel mit Wörtern, die in die Kategorien „okay“, „nicht okay“, oder „nicht sicher“ eingeteilt werden mussten. Dabei war es interessant zu beobachten, welche Wörter als Beleidigung aufgefasst wurden. Insgesamt war der SV-Projekttag für viele Schülerinnen und Schüler ein interessanter Tag, um über das Thema Rassismus im Alltag und in der Sprache nachzudenken.