Fräsprojekt in den Uniper Ausbildungswerkstätten - WAZ Gladbeck

  • WAZ Gladbeck, 07.06.2019
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  • Uniper Ausbildungswerkstatt
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Gladbecker zdi-Zentrum I+I=Z organisiert Fräsprojekt mit den UNIPER-Ausbildungswerkstätten Gelebte Kooperation zwischen Schule und Unternehmen 

Zwei Grundkurse Technik mit insgesamt 35 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe EF der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule, des Rats-, des Riesener- und des Heisenberg-Gymnasiums kooperierten in diesem Schuljahr mit den Ausbildungswerkstätten der UNIPER Kraftwerke GmbH in Gelsenkirchen Hassel auf der Bergmannglückstraße. Organisiert und finanziert wurde das Projekt vom Gladbecker zdi-Zentrum I+I=Z.Gladbeck. Ein Rundgang durch die Ausbildungswerkstatt in Gelsenkirchen veranschaulichte alle Inhalte der Ausbildungsberufe: Industriemechaniker/in, Anlagenmechaniker/in und Elektroniker/in und der dualen Studiengänge in den jeweiligen Ausbildungsberufen bis hin zur Abschlussprüfung. Durch intensive Gespräche mit den UNIPER-Auszubildenden erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel über die Anforderungen in den Ausbildungsberufen. Alle Informationen zur Ausbildung bei uniper gibt es im Internet unter: 

https://www.uniper.energy/de/karriere/ausbildung.html 

Dabei wurden in der Ausbildungswerkstatt Maschinen wie z.B. Bohr-, Dreh- oder Fräsmaschinen, Metallbearbeitungswerkzeuge, Arbeitsmaterialien und Ergebnisse von Abschlussprüfungen gezeigt, erklärt und praktisch vorgeführt. Allen Schüler/Innen wurde die Möglichkeit gegeben, eine Steuerung mit Hilfe von Druckluft (Pneumatische Steuerung) praktisch aufzubauen. 
Die wichtigste Station in der Ausbildungswerkstatt war allerdings die computergesteuerte CNC-Fräsmaschine. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler ihre zuvor im Technikunterricht entwickelten Fräsprogramme in die CNC-Maschine (Computerized Numerical Control, übersetzt „rechnergestützte numerische Steuerung“) übertragen und beobachten, wie die Fräse die Programme automatisch umsetzt und selbstständig eine Messingplakette nach den Vorgaben der Schüler/innen fräste. Bereits im letzten Schulhalbjahr besuchten UNIPER-Auszubildende die Schüler/innen in der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule und stellten die CNC-Frästechnik und das dazugehörige Computerprogramm in den zwei Technikkursen ausführlich vor. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei eine konkrete Aufgabe, die sie selbständig mit der professionellen Frässoftware im weiteren Verlauf des Technikunterrichts lösen mussten. Die fertigen Schüler/innen-Programme wurden per Mail an UNIPER geschickt und bei dem Besuch in Ausbildungswerkstatt in die CNC-Fräse übertragen. Die gefrästen Werkstücke wurden von den Schülerinnen und Schülern stolz präsentiert und hinsichtlich möglicher Verbesserungen kritisch beurteilt. Jede/r Schüler/in erhielt eine detaillierte Beurteilung für das fertige Produkt und kann nun durch Optimierungshinweise die Arbeit in der Schule fortsetzen. 

Die gelebte Kooperation zwischen Schule und Unternehmen fand erstmalig 2008 statt und wird seitdem jährlich mit großem Erfolg wiederholt. 

Die NRW-Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation (zdi) zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses 

Zukunft durch Innovation Nordrhein-Westfalen (zdi) hat das Ziel, mit dauerhaften Angeboten möglichst viele Schülerinnen und Schüler für ein Ingenieur- bzw. naturwissenschaftliches Studium zu begeistern. Dafür bringt die vom Innovationsministerium getragene Gemeinschaftsoffensive in den Regionen Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Politik zusammen. Die gemeinsamen Ziele der Partner lauten: • Gewinnung von mehr jungen Menschen für ein MINT-Studium oder eine MINT-Ausbildung • Dadurch: Langfristige Sicherung des MINT-Nachwuchses auf regionaler Ebene • Frühzeitige Heranführung junger Menschen an gesellschaftlich relevante Themen über MINT-Zugänge, etwa zu den Themen Ressourcenschonung, Klimawandel, Energieversorgung und Armutsbekämpfung Außerdem verfolgt zdi das Ziel, die Talente möglichst vieler junger Menschen zu fördern und so einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und Durchlässigkeit im Bildungssystem zu erreichen. Bisher sind landesweit über 44 zdi-Zentren, die u.a. für eine Region oder kreisfreie Stadt Technikunterricht mit modernsten Mitteln anbieten, gegründet worden.

 http://www.zdi-portal.de/netzwerk/das-ist-zdi/

 Das Gladbecker zdi-Zentrum I+I=Z 

Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft, der Stadt Gladbeck, der Bezirksregierung Münster, den Gladbecker Schulen und der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen wurde das zdi-Zentrum "Ingenieure + Informatiker = Zukunft" – kurz "I+I=Z.Gladbeck" im September 2008 eröffnet. Seitdem können u.a. alle Gladbecker Oberstufenschülerinnen und Schüler das Schulfach Technik an der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule belegen. Außerdem werden vielfältige Projekte zur Berufsorientierung angeboten. www.iiz-gladbeck.de